Michaela Eichwald - Im Wartebereich

*1967 Gummersbach

2018
Acryl, Öl und Lack auf Kunstleder

Michaela Eichwald arbeitet hauptsächlich im Bereich Malerei und Skulptur, vertritt jedoch einen interdisziplinären Ansatz. Anstelle einer klassischen Leinwand nutzt sie häufig farbige Kunstleder als Malgrund. Hierbei tritt sie in einen Dialog mit dem Material und entwickelt eine abstrakte, experimentelle Bildsprache, die Konfrontationen mit widersprüchlichen Elementen erzeugt: Ein Steigbügel neben einem Bildschirm, ölige Farbe auf brüchigem Leder, figurative neben abstrakten Motiven.

In der Arbeit Im Wartebereich wird der psychische Zustand des Wartens durch chaotische, überlagerte Formen und Materialien visualisiert.

Eichwalds gestische Malerei entfaltet sich als ein vibrierendes Geflecht aus spontanen Linien, pulsierenden Farbflächen und vielschichtigen Überlagerungen. Vieles bleibt bewusst fragmentarisch. Ihre Malerei oszilliert zwischen Humor und Ernst, Chaos und Struktur. Sie schafft eine Verbindung zwischen der Kunst und der Lebenswelt, ohne direkt erzählerisch zu werden.

Die Arbeit Im Wartebereich ist Teil einer Serie von Arbeiten, die einer Einzelausstellung im Lenbachhaus in München 2020/2021 erstmals in größerem Umfang gezeigt wurden und Eichwalds internationale Bedeutung unterstreichen.

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